"Es ist nie zu spät, jüdisch zu werden",
sagt die lächelnde Verkäuferin in einem koscheren Geschäft,
als Urberliner und Exkommmunist Jaeckie Zucker (Henry Hübchen) und
Gattin (Hannelore Elsner) sich dort mit Utensilien für jüdisches
Brauchtum eindecken.
Das zerstrittene Paar hat wieder zusammengefunden, weil Jackies Mutter gestorben ist und verfügt hat, dass ihre beiden zerstrittenen Söhne nur dann in den Genuss ihrer Erbschaft kommen, wenn sie sie nach jüdischem Brauch begraben und betrauern und außerdem sich in dieser Zeit ausprechen. Ein Rabbiner (Rolf Hoppe) soll die Versöhnung der beiden bezeugen. Zu diesem Anlass reist der streng orthodoxe Bruder mit Mischpoche aus Frankfurt an, und das Spiel beginnt. Hier steht aber nicht nur Heiliges gegen Profanes, hier stehen auch Ost gegen West und Liebe gegen Hass, denn die unfreiwillig Wiedervereinten trennen nicht nur vierzig Jahre Mauer. Jaeckie, der eigentlich Jakob Zuckermann heißt und sich selbst als typisches Wendeopfer bezeichnet, ist ein notorischer Spieler und steht wegen seiner Schulden mit einem Bein im Gefängnis. Soll er sich wegen der Erbschaft nun dem alten Gesetz beugen?
Ganz nebenbei, um nicht zu sagen, in wohltuender Alltäglichkeit und darüber hinaus auch mit zum Schmunzeln animierender kritischer Akzeptanz, bekommt das Publikum jüdische Riten serviert, wie man es sonst nur von amerikanischen Filmen kennt. Da will man sagen: Scheijn! Und: Hoffentlich gehen ganz, ganz viele Leute in diesen Film. Und: Los, wir gehen jetzt mal in die Synagoge! Es ist nie zu spät, etwas Jüdisches zu erfahren.
Eine jüdische Komödie aus Berlin von Dani Levy, verzückt, verzockt und verzuckert! Verzückt ist man als Zuschauer von der Brillianz des gebotenen schauspielerischen Könnens und vom erfrischenden Drive der Handlung, verzockt haben sich am Ende wohl alle Figuren in diesem Spiel, und dennoch ist ihnen das Leben versüßt, um nicht zu sagen, verzuckert, da sie eines ganz sicher fanden: einander. Mazel Tov.
Das zerstrittene Paar hat wieder zusammengefunden, weil Jackies Mutter gestorben ist und verfügt hat, dass ihre beiden zerstrittenen Söhne nur dann in den Genuss ihrer Erbschaft kommen, wenn sie sie nach jüdischem Brauch begraben und betrauern und außerdem sich in dieser Zeit ausprechen. Ein Rabbiner (Rolf Hoppe) soll die Versöhnung der beiden bezeugen. Zu diesem Anlass reist der streng orthodoxe Bruder mit Mischpoche aus Frankfurt an, und das Spiel beginnt. Hier steht aber nicht nur Heiliges gegen Profanes, hier stehen auch Ost gegen West und Liebe gegen Hass, denn die unfreiwillig Wiedervereinten trennen nicht nur vierzig Jahre Mauer. Jaeckie, der eigentlich Jakob Zuckermann heißt und sich selbst als typisches Wendeopfer bezeichnet, ist ein notorischer Spieler und steht wegen seiner Schulden mit einem Bein im Gefängnis. Soll er sich wegen der Erbschaft nun dem alten Gesetz beugen?
Ganz nebenbei, um nicht zu sagen, in wohltuender Alltäglichkeit und darüber hinaus auch mit zum Schmunzeln animierender kritischer Akzeptanz, bekommt das Publikum jüdische Riten serviert, wie man es sonst nur von amerikanischen Filmen kennt. Da will man sagen: Scheijn! Und: Hoffentlich gehen ganz, ganz viele Leute in diesen Film. Und: Los, wir gehen jetzt mal in die Synagoge! Es ist nie zu spät, etwas Jüdisches zu erfahren.
Eine jüdische Komödie aus Berlin von Dani Levy, verzückt, verzockt und verzuckert! Verzückt ist man als Zuschauer von der Brillianz des gebotenen schauspielerischen Könnens und vom erfrischenden Drive der Handlung, verzockt haben sich am Ende wohl alle Figuren in diesem Spiel, und dennoch ist ihnen das Leben versüßt, um nicht zu sagen, verzuckert, da sie eines ganz sicher fanden: einander. Mazel Tov.


