Der letzte Tag des Jahres 2004, südliche Erdhalbkugel.
Wir machten uns frühzeitig fertig, um eine Stelle beim Opernhaus in
Sydney für das Feuerwerk zu reservieren, dann aber sagte man uns, dass
man von der Nordseite Sydneys einen weit besseren Blick habe. Außerdem
zeigten die Bilder, die gerade über unseren Fernsehbildschirm flackerten,
schon um 4 Uhr nachmittags, dass es bereits sehr, sehr voll war vor dem
Opernhaus. Also machten wir uns stattdessen mit dem Zug auf den Weg nach
Nord-Sydney. Dort angekommen, wurden wir von dicken Signalschildern empfangen,
die angaben, dass wir keine Glasflaschen oder Alkohol in die kontrollierten
Bereiche mitbringen durften. Da wir etwas Bier und Smirnoff Ice dabei hatten,
liefen wir so lange an der Absperrung entlang, bis wir an deren Ende angekommen
waren und suchten dort eine gute Stelle zum Warten auf das große Feuerwerk.
Nach Angaben diverser Leute sollte das Spektakel eine volle Stunde dauern.
Inzwischen war es etwa Viertel nach 5. Es wurde recht schwierig, einen guten Platz zu findenm, da sehr viele Leute schon ganz früh am Tag gekommen waren, und manche hatten sogar die letzte Nacht vor Ort verbracht. Nachdem wir doch eine Stelle gefunden hatten, machten wir es uns halbwegs gemütlich, und das Warten begann.
Das erste Feuerwerk sollte um 9 Uhr starten. Vor dem Start wurde noch eine Trauerminute für die Tsunami-Opfer eingelegt. Dieses Thema ist hier sehr intensiv vertreten, wie wahrscheinlich auch in vielen anderen Ländern auf der Welt. Überall in den Geschäften stehen Spendenbüchsen, auf den Straßen sind Spendensammler unterwegs und im TV, Radio und auf Werbetafeln werden immer wieder Spendenhotlines eingeblendet, ganz besonders hier in Sydney, der Stadt, die zu den Backpacker-Hochburgen gehört. Viele dieser Backpacker, oder auch Rucksacktouristen, kennen Leute, die an Katastrophenorten waren, noch dort sind oder eigentlich hin wollten, und natürlich sind sie ganz besonders besorgt, wenn sie keinen Kontakt mit Leuten herstellen können, die sie dort kennen. Die beiden schwedischen Mädels, die bei mir in der WG wohnen, waren selbst vor knapp 5 Wochen noch dort und konnten die dort angerichtete Zerstörung kaum fassen.
Das erste Feuerwerk dauerte dann rund 7 Minuten und war schon recht schön, aber natürlich ohne Lichter auf der Brücke und auch auf nur zwei Schiffen. Nachdem es vorüber war, hieß es, noch einmal fast 3 Stunden warten bis Mitternacht. Wir hörten Radio, organisierten uns etwas zu essen, und sahen zu, wie immer mehr Leute in den nahen Park und auf die Uferpromenade strömten. Im Hafen vor uns fuhren interessante und imposante Schiffe vorüber, nach Einbruch der Dunkelheit mit Lichterketten geschmückt. Das gesamte Panorama wahr sehr beeindruckend.
Langsam verging die Zeit und wir näherten uns Mitternacht. Als es fast so weit war, wurden die letzten Sekunden in ganz dicken Ziffern an die Brückenpfeiler der Harbourbridge gestrahlt, damit alle gemeinsam den Countdown brüllen konnten.
Mit dem Klick auf die Null ging dann das große Feuerwerk los.

Feuerwerk auf der Harbourbridge
Es war wahrhaft riesig, auch wenn es "nur" zwanzig Minuten dauerte. Mit den drei Booten im Hafen und der Harbourbridge ist es eines der größten der Welt. Während des ganzen Feuerwerks wurde in der Mitte der Harbourbridge eine riesige Discokugel hochgezogen und mit der letzten Rakete in die finale Position gebracht. Sie wurde dort von diversen farbigen Lichtern angestrahlt.
Dann warteten wir eine Weile, ob noch etwas anderes passieren würde, und gegen Viertel vor 1 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Wir waren sehr müde, und alles Kostenlose war vorbei. Eine Disco hätte uns für weitere 2 oder 3 Stunden ganze 30 bis 40 Dollar an Eintritt gekostet.
Da der Bahnhof in Nord-Sydney hoffnungslos überlastet war, liefen wir über die Harbourbridge bis zur nächsten Station auf der anderen Seite. Auch hier war nicht viel weniger los, aber nach einer kurzen Stärkung mit Fastfood fuhren zur Central Station und liefen von dort aus nach Hause, wo wir gegen 2 Uhr ankamen.
Einer alten Familientradition folgend guckte ich noch das "Dinner for One" an, das ich eigens aufgenommen hatte, und inzwischen trudelten auch die meisten anderen aus der WG ein. Gegen 3 Uhr früh war die Silvesternacht in Sydney für uns dann endgültig beendet, und wir fielen in die Betten.
Happy New Year from Sydney!
Inzwischen war es etwa Viertel nach 5. Es wurde recht schwierig, einen guten Platz zu findenm, da sehr viele Leute schon ganz früh am Tag gekommen waren, und manche hatten sogar die letzte Nacht vor Ort verbracht. Nachdem wir doch eine Stelle gefunden hatten, machten wir es uns halbwegs gemütlich, und das Warten begann.
Das erste Feuerwerk sollte um 9 Uhr starten. Vor dem Start wurde noch eine Trauerminute für die Tsunami-Opfer eingelegt. Dieses Thema ist hier sehr intensiv vertreten, wie wahrscheinlich auch in vielen anderen Ländern auf der Welt. Überall in den Geschäften stehen Spendenbüchsen, auf den Straßen sind Spendensammler unterwegs und im TV, Radio und auf Werbetafeln werden immer wieder Spendenhotlines eingeblendet, ganz besonders hier in Sydney, der Stadt, die zu den Backpacker-Hochburgen gehört. Viele dieser Backpacker, oder auch Rucksacktouristen, kennen Leute, die an Katastrophenorten waren, noch dort sind oder eigentlich hin wollten, und natürlich sind sie ganz besonders besorgt, wenn sie keinen Kontakt mit Leuten herstellen können, die sie dort kennen. Die beiden schwedischen Mädels, die bei mir in der WG wohnen, waren selbst vor knapp 5 Wochen noch dort und konnten die dort angerichtete Zerstörung kaum fassen.
Das erste Feuerwerk dauerte dann rund 7 Minuten und war schon recht schön, aber natürlich ohne Lichter auf der Brücke und auch auf nur zwei Schiffen. Nachdem es vorüber war, hieß es, noch einmal fast 3 Stunden warten bis Mitternacht. Wir hörten Radio, organisierten uns etwas zu essen, und sahen zu, wie immer mehr Leute in den nahen Park und auf die Uferpromenade strömten. Im Hafen vor uns fuhren interessante und imposante Schiffe vorüber, nach Einbruch der Dunkelheit mit Lichterketten geschmückt. Das gesamte Panorama wahr sehr beeindruckend.
Langsam verging die Zeit und wir näherten uns Mitternacht. Als es fast so weit war, wurden die letzten Sekunden in ganz dicken Ziffern an die Brückenpfeiler der Harbourbridge gestrahlt, damit alle gemeinsam den Countdown brüllen konnten.
Mit dem Klick auf die Null ging dann das große Feuerwerk los.

Feuerwerk auf der Harbourbridge
Es war wahrhaft riesig, auch wenn es "nur" zwanzig Minuten dauerte. Mit den drei Booten im Hafen und der Harbourbridge ist es eines der größten der Welt. Während des ganzen Feuerwerks wurde in der Mitte der Harbourbridge eine riesige Discokugel hochgezogen und mit der letzten Rakete in die finale Position gebracht. Sie wurde dort von diversen farbigen Lichtern angestrahlt.
Dann warteten wir eine Weile, ob noch etwas anderes passieren würde, und gegen Viertel vor 1 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Wir waren sehr müde, und alles Kostenlose war vorbei. Eine Disco hätte uns für weitere 2 oder 3 Stunden ganze 30 bis 40 Dollar an Eintritt gekostet.
Da der Bahnhof in Nord-Sydney hoffnungslos überlastet war, liefen wir über die Harbourbridge bis zur nächsten Station auf der anderen Seite. Auch hier war nicht viel weniger los, aber nach einer kurzen Stärkung mit Fastfood fuhren zur Central Station und liefen von dort aus nach Hause, wo wir gegen 2 Uhr ankamen.
Einer alten Familientradition folgend guckte ich noch das "Dinner for One" an, das ich eigens aufgenommen hatte, und inzwischen trudelten auch die meisten anderen aus der WG ein. Gegen 3 Uhr früh war die Silvesternacht in Sydney für uns dann endgültig beendet, und wir fielen in die Betten.
Happy New Year from Sydney!


