KOLUMNE


2005 - Hoffnungsjahr?
Trendbemerkungen
Nachdem die letzten Jahre regelrechte Katastrophenjahre waren, bei denen sich die Prognosen vom Abwärtstrend bezüglich weniger sozialer Gerechtigkeit und Absicherung sowie Arbeitslosigkeit und Armut immer schneller erfüllten, sagen sogar die bösartigsten Statistiken, dass es zumindest mal wieder etwas Stagnation geben wird, wenn nicht sogar ein sanftes Aufwärts, das aber noch nicht so recht weiß, wie weit es gehen wird. So wie der enthusiastische chinesische Hahn es verspricht, so positiv gehen viele Leute an dieses neue Jahr, trotz aller Rückschläge, trotz aller Furcht. Und sie werden wieder mehr miteinander reden, das wiederum verspricht der Planet Merkur.

Ganz bodenständig wünschenswert wäre, dass die Menschheit erkennt, wo die wirklichen Probleme liegen. Dass zum Beispiel in Deutschland Kinder nur dort geboren werden, wo die Gesellschaft die (Arbeits-)Bedingungen dafür schafft und nicht etwa zuckersüßes Baby-Fernsehen dazu animieren will, dass Durchhalteparolen wie '1900' auf die Dauer niemanden vom heutigen oder gar eigenen Elend ablenken, dass Kinder nur als selbständig denkende Menschen weltweit schiefe Türme hochhalten und dass die Zukunft weit besser auf ausgeruhten 30-Stunden-Schultern liegt, denn das wären dann ihrer mehr.

Im Talmud heißt es: Wenn du hofftest und dein Hoffen wurde nicht erfüllt - hoffe weiter! In diesem Sinne: Frohes Neues Jahr!