KINO


Bridget Jones 2
Am Rande...
...einer Katastrophe schlingert die Fortsetzung der romantischen Komödie "Bridget Jones" dahin.
Bridget ist seit sechs Wochen mit ihrem Traummann, Marc Darcy, zusammen und das bedeutet unzählige Male guten Sex. Doch das Glück trübt sich. Alle Treffen mit Marc spielen sich ausschließlich bei Bridget ab. Wieso lädt er sie nie in sein Haus ein?
Auch ihre chaotischen Freunde nähren das Mißtrauen und Bridget beschließt der Ursache auf den Grund zu gehen. Und sie entdeckt Rebecca, Marcs reizende Praktikantin. Nachdem Bridget sie überraschend bei Marc vorfindet, der mit einigen wichtigen Kollegen in seinem Haus eine Sitzung abhält, scheint Rebecca überall aufzutauchen, wo sich Marc auch aufhält. Ob Skiurlaub oder Anwaltsgala, nirgendwo fehlt die hübsche Blondine.
Zu allem Überfluß tritt auch noch Daniel Cleaver, Ex-Lover und Ex-Chef, wieder in Bridgets Leben. Zusammen mit Cleaver soll Bridget eine Reportage über Thailand bringen und stolpert prompt über weitere Fettnäpfchen ins thailändische Gefängnis, wo sie wegen vermeintlichen Rauschgiftschmuggels festgehalten wird. Als sie schon beihnahe jede Hoffnung aufgegeben hat, erscheint überraschend der Retter, Marc Darcy. Mit einer weiteren Fettnapf-Überquerung gelingt es Bridget ihr Leben zu ordnen und zu guter Letzt hält Marc auch noch um ihre Hand an.

Was Zellweger in "Bridget Jones" noch dezent einsetzte, nämlich ihre Mimik, artet nun in ein übertriebenes Gesichtverziehen aus, und dadurch driftet die sowieso schon schwache Story ab. Es ist eben viel weniger Austen und mehr Helen Fielding. Verfremden liegt ihr offensichtlich mehr als selber ausdenken. Und Grant, dem man inzwischen doch sein Alter ansieht, kann auch nicht mehr recht mit der Sonnyboy-Masche überzeugen. Einzig Colin Firth' umwerfendes Lächeln und Schauspielkunst heben das Niveau.

Fazit: Immerhin war es wieder Bridget Jones und alles in allem trotzdem ein netter Abend.