ANDERS GESEHEN


Erst der Anfang
Flughafen Frankfurt
Trotz der unvergesslich schrecklichen Katastrophe des 11. September 2001 bekamen wir in letzter Zeit, dieses wie letztes Jahr, im Kino Flughafen-Geschichten zu sehen. Oder vielleicht gerade deshalb? Die grauen Start- und Landebahnen mit ihren metallenen Vögeln beeindrucken uns ohnehin nach wie vor, und auch das reflektierende Lichtermeer der großen Hallen der Flugzentren unserer Welt lässt das Fernweh ins uns wach werden. Flughafen. Sammelsurium fremdartiger Zeichen und Laute, Sinnbild von Ferne und menschlicher Größe. Denn der Mensch kann nicht fliegen? Von wegen, Technik macht's möglich.

In Frankfurt ist es vor allen Dingen Terminal 2, der ein Gefühl von Freiheit und Weltweite vermittelt. Die Kinder zumindest lieben die große fahrerlose Sky Line und, vielleicht zum Leidwesen mancher Eltern, das riesige Fastfood-Spieleparadies vor den Zugängen zu den Terrassen. Die glänzenden Marmorböden im Terminal versprechen jedenfalls einen Glamour, den sie nicht unbedingt einzuhalten brauchen, denn niemand verweilt lange genug.
Die ortsspezifische Geräuschkulisse mit ihren Lautsprecherdurchsagen, dem angenehm gedämpften Pfeifen der großen Turbinendüsen und dem Sprachengewirr mag auch ihren Teil zum Zauber beitragen.


Foto: Konrad Kirchgässner

Faszination Flughafen? Wir wollen dahinterkommen. Von jetzt an werden wir hingehen und uns Geschichten erzählen lassen. Wir müssen das tun. Wir werden Reisende befragen, Fotos schießen, eine Flughafenserie beginnen. Dies war erst der Anfang.